Der Georgienkrieg stellt die internationale Politik auf eine harte Probe. Es muss ein Ausgleich zwischen den steigenden Ansprüchen der Medjedew-Putin-Administration und den Interessen der westlichen Wertegemeinschaft gefunden werden.
Während die politische Auseinandersetzung jedoch ein friedliches Ende mit unbeschränkten Wirtschaftsbeziehungen als unbedingtes Ziel hat und daher mit viel Ausdauer und Raison geführt werden muss, ist die tatsächliche Wahrnehmung des nach alten Großmachtansprüchen strebenden Russlands, stark beschädigt.
Im Gegensatz dazu hat sich das Bild Chinas stark zum Positiven gewendet. Erst Recht im Vergleich zur Politik der starken Worte Russlands, wirkt die Politik der chinesischen Führung als besonnener Versuch, trotz der kulturellen Unterschiede Anschluss an die internationale Staatengemeinschaft zu finden.
Als im Kaukasus Soldaten marschierten, kämpften in China Athleten um Medaillen. Diese Wahrnehmung entspricht zwar nicht absolut den tatsächlichen Verhältnissen, prägt aber unweigerlich das Bild des Betrachters.
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